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Thronender Jupiter
Thronender Jupiter

Thronender Jupiter

3. Jahrhundert n. Chr.

Teil einer Jupitersäule
Buntsandstein / Höhe 37 cm
Inv.-Nr. N450 / Gefunden nahe des Gepaplatzes in Neuss

Die Figur krönt im 3. Jahrhundert nach Christus ursprünglich die Spitze einer Säule. Jupiters Erkennungszeichen – der Blitz in der Hand – ist nur noch schwer zu erkennen, der Kopf fehlt ganz. Jupiter ist das Oberhaupt des römischen Götterhimmels. Er wird vor allem vom Militär verehrt. Nach römischer Vorstellung sichert nur der Beistand der Götter militärische Erfolge. Die Verehrung der staatstragenden Gottheiten ist daher verpflichtend für treue Staatsbürger und Soldaten. Im Mittelpunkt des Staatskults steht die sogenannte kapitolinische Trias: Jupiter, der Göttervater, Juno, seine Gemahlin, und Minerva, die Göttin der Künste. Dem römischen Bürger steht es aber frei, auch andere Götter zu verehren. Viele Götter einheimischen Ursprungs behalten auch nach der römischen Okkupation in den Provinzen ihre Bedeutung und werden mit römischen Göttern gleichgesetzt. Auch in Novaesium muss es Tempel gegeben haben, gefunden wurden sie jedoch bislang noch nicht.