SAMMLUNGEN

COLLECTIONS

SYMBOLISMUS

Bedeutende Werke des internationalen Symbolismus bilden das Herzstück der Sammlung.

Die wichtigsten französischen Vertreter wie Gustave Moreau, Odilon Redon und Pierre Puvis de Chavannes sind ebenso vertreten wie der jüngere Maurice Denis und die Künstlergruppe der Nabis. Zu den sogenannten Propheten der Moderne gehören auch Künstler wie Pierre Bonnard, Édouard Vuillard und Aristide Maillol, die einen zentralen Stellenwert im Bestand einnehmen. Mit ausgewählten Stücken von James Ensor, Fernand Khnopff oder Johan Thorn Prikker sind auch die bedeutendsten Künstler des belgischen und niederländischen Symbolismus vertreten. Gustave Moreau gilt als „Vater des Symbolismus“, der nach einer Abkehr vom natürlichen Erscheinungsbild strebt. Als wegweisender Lehrer an der École des Beaux-Arts in Paris wird er nicht müde, den Schülern seine revolutionären Ansichten über den Umgang mit der Farbe zu vermitteln: „Eines merken Sie sich gut: Man muss die Farbe denken, eine Vorstellung von ihr haben! Wenn Sie keine Vorstellungskraft haben, werden Sie niemals eine schöne Farbe erzielen. [… ] Die Farbe muss gedacht, geträumt, imaginiert werden.“ Mit seinen bemerkenswerten „Farbphantasien“ nimmt Moreau die Befreiung der Farbe im 20. Jahrhundert vorweg. Die symbolistischen Künstler verfolgen keinen gemeinsamen Stil. Vielmehr vereint sie das Streben, ihre Kunst durch den Eigenwert der Farbe und durch die Sprache der Symbole zum Spiegel der Seele und des Unterbewussten, von Träumen und Visionen werden zu lassen.