SAMMLUNGEN

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Heinrich Nauen
1880–1940

Landschaft mit Holzstoß, 1911
Öl auf Leinwand / 74,5 x 96 cm
Bezeichnet u. r.: H. Nauen 11 / Inv.-Nr. 1957Ma025
Erworben 1957

Die „Landschaft mit Holzstoß“ zeigt sowohl den Einfluss der beiden großen Malerpersönlichkeiten Vincent van Gogh und Henri Matisse als auch die für den Rheinischen Expressionismus typische Verbundenheit mit der niederrheinischen Natur, aus der sich Nauens eigenständige visuelle Ausdruckskraft entwickelt. Auf den ersten Blick überwältigt die gewagte Komposition leuchtender Farben, bevor der Eindruck einer Landschaft entsteht. Nauen bedient sich – wie sein Vorbild Matisse – der autonomen Farbe, die befreit vom Naturvorbild eigene Harmonien und Klänge hervorbringt. Mit einem zum Teil transparenten Farbauftrag steigert der Künstler die Vielfalt der Nuancen und verfeinert damit den Rhythmus der Farbklänge. Der lebendige Malduktus, der schnelle, parallele Farbauftrag, die flüchtig gezogenen Linien und die breitflächig aufgetragenen Farben lassen dagegen noch den Einfluss van Goghs und Paul Cézannes erkennen. Die „Rhododendronblüte in gelber Vase“ entsteht in einem reiferen expressionistischen Stil. Die homogeneren Farbflächen vereinen sich zu einem kristallinen Gebilde, dessen Vitalität aber durch die lebendigen Farbklänge und die unterschiedliche Tiefenwirkung der Farben erhalten bleibt.

Rhododendronblüte in gelber Vase, um 1919
Öl auf Leinwand / 67 x 71 cm
Bezeichnet u. l.: H. Nauen / Inv.-Nr. 1954Ma007
Erworben 1954